Traumfest-Hochzeit
Hochzeit von A bis Z

Themenbereich R informiert über Scheidungsurkunde, Schleier, Schuhe, Service, Sektempfang, Sitzordnung, Smoking, Speisenvorbereitung, Spiele, Standesamtliche Trauung, Stola, Stresemann, Streublumen

Scheidungsurkunde

Die Scheidungsurkunde ist der Nachweis über die Aufhebung in der Regel der letzten Ehe. Dieses Dokument ist beim Standesamt der letzten Eheschliessung erhältlich und ist dem Standesbeamten vor einer neuen Eheschliessung vorzulegen.

Schleier, kurz oder lang?

Ob langer oder kurzer Schleier, die Braut darf sich frei entscheiden. Beide Formen sehen, zum Brautkleid passend, bezaubernd aus. Zu überlegen ist, in wieweit die Braut Blumen als Kopfschmuck benötigt. Er dient in erster Linie dazu, die Befestigung des Schleiers diskret zu verdecken. Die Beratung eines Brautausstatters ist angeraten, da auch mit dem Schleier bestimmte Körperformen vorteilhaft verdeckt oder aber auch betont werden können.

Schmuck

Hier kann viel Geld investiert werden. Das muss aber nicht sein. Der Ehering sollte in lauter Schleier nicht untergehen. Weniger wirkt da einfach mehr. Ein Armreif, passend zu einer Kette und Ohrringen, reicht völlig aus. Die Braut wirkt nicht zu überladen. Auch der Bräutigam sollte an seinem Hochzeitstag keine weiteren Ringe an seinen Händen tragen. Sein Ehering wird an diesem Tag von allen Kontaktpersonen natürlich auch betrachtet. Irritierend wären mehrere Ringe an seiner Hand.

Schon einmal verheiratet gewesen?

Das Standesamt verlangt die Scheidungsurkunde bzw. den Nachweis über die Aufhebung der Ehe. Dieses Dokument ist beim Standesamt der Eheschliessung erhältlich. Eine Scheidung erkennen deutsche Behörden nur an, wenn beide Partner aus jenem Land stammen, in welchem sie geschieden wurden. Dazu muss die Scheidung von der zuständigen Landesjustizverwaltung bestätigt worden sein. Auch hier gilt, rechtzeitig den Antrag zu stellen. Die Ausstellung eines solchen Papiers dauert sehr, sehr lange!

Schuhe

Die Braut hat eine nicht ganz leichte Entscheidung zu treffen in Bezug der Wahl ihrer Brautschuhe. Schuhe mit hohen Absätzen sehen elegant aus, lassen die Braut grösser und schlanker erscheinen. Ist sie das Tragen hoher Absätze aber nicht gewohnt, vergeht ihr spätestens nach dem zehnten Tanz der Spass an ihrem grossen schönen Hochzeitsfest. Besonders schön sind Schuhe, die mit dem Stoff des Brautkleides überzogen werden. Der Brautausstatter hilft hier gern weiter.

Der Smoking des Bräutigam verlangt schwarze elegante Schuhe, der Frack schwarze Lackschuhe. Ansonsten gilt: Je flacher und schlichter der Schuh, desto besser ihr Auftritt.

Service

Alle Leistungen die für eine Hochzeit nötig sind, können vom Profi betriebenen Service übernommen werden. Diese Dienstleistungen sind mit zusätzlichen Kosten verbunden, entlasten das Brautpaar bei ihren Hochzeitsvorbereitungen dafür aber erheblich.

Sektempfang

Traditionell werden alle Hochzeitsgäste nach der Trauung in der Lokalität der stattfindenden Hochzeitsfeier von der Braut, ihrem Bräutigam und den Brauteltern begrüsst. Legt das Brautpaar Wert darauf ihre Hochzeitsgäste zu begrüssen, können die Brauteltern die Gäste einander vorstellen. Jedem Gast wird ein Glas Sekt angeboten, entweder pur oder mit Orangensaft gemischt. Der Sektempfang bietet beiden Verwandtschaften die erste Gelegenheit sich in lockerer Atmosphäre kennen zu lernen. Da es sich beim Eintreffen der Hochzeitsgäste oft um viele Personen handelt, können beim gegenseitigen Bekannt machen der Gäste auch die Trauzeugen mit helfen.

Sitzordnung

Bei der Aufstellung der Sitzordnung an der Hochzeitstafel müssen wichtige Gegebenheiten bedacht werden. Es ist nicht egal wer neben wem sitzt. Während traditionell Paare von einander getrennt wurden und sie bestenfalls gegenüber Platz nehmen durften, schreibt die Etikette das heute nicht mehr vor. Frisch verliebte Paare trennen sich eben ungern und haben dann weniger Spass am Fest. Ehrengäste wie der Pfarrer müssen berücksichtigt werden. Einzelne Personen sollen sich nicht als Aussenseiter fühlen. Bei dieser Personengruppe kann es sinnvoll sein, immer zwei Singles neben einander zu plazieren. Die Sitzordnung ist abhängig von der Anordnung der Tische. Wir unterscheiden hierbei fünf Varianten:

  • die grosse runde oder ovale Festtafel für die kleinere Hochzeitsgesellschaft
  • die lange Festtafel für die kleinere bis mittlere Hochzeitsgesellschaft
  • die U-förmige Festtafel für die mittlere bis grosse Hochzeitsgesellschaft
  • die T- förmige Festtafel für die mittlere bis grosse Hochzeitsgesellschaft
  • mehrere parallel zueinander stehende Festtafeln für die sehr grosse Hochzeitsgesellschaft

Für die Sitzordnung beim Festmahl gelten traditionelle Regeln, die sich über Generationen hin entwickelt und bewährt haben:

Das Brautpaar erhält einen zentralen Platz. Braut und Bräutigam müssen für alle Hochzeitsgäste sichtbar sein.

Neben ihnen sitzen im Wechsel Frau - Mann, die Eltern. Neben der Braut finden zuerst der Schwiegervater und dann die Schwiegermutter ihren Platz. Neben dem Bräutigam gehört die Schwiegermutter, daneben der Schwiegervater. Die Eltern können ihren Kindern aber auch gegenüber sitzen, im gleichen Wechsel.

Anspruch auf nächste Nähe zum Brautpaar haben nun die Geschwister, Grosseltern, Paten, Trauzeugen, Brautjungfern und der Brautführer.

Nun folgen sinkend entsprechend dem Verwandtschafts- oder Bekanntschaftsgrad die weiteren Hochzeitsgäste.

Eingeladene Kinder sind gern zusammen, entweder an einem Tischende oder an einem eigenen Tisch. Wenn sich ab und zu jemand um deren Belange kümmert, sind sie zufrieden und haben ebenfalls Spass an den Feierlichkeiten.

Wird der Pfarrer zum Fest geladen, gebührt auch ihm als Ehrengast ein Platz in unmittelbarer Nähe des Paares.

Mit der Plazierung steht oder fällt eine Hochzeitsfeier. Wir möchten daher anraten, mit den Eltern und Schwiegereltern über die Tischordnung zu sprechen. Jeder von ihnen kennt die eigene Verwandtschaft. Ausserdem haben sie auf Grund ihrer Lebenserfahrung heraus im Zweifelsfalle ohnehin den besseren Überblick über passende bzw. "gefährliche" Plazierungen!

Smoking

Eine Möglichkeit der Garderobe des Bräutigams, auch als idealer Abendanzug in schwarz oder dunkelblau. Die Hose ohne Aufschlag hat entlang der Aussennähte Seidenborte (Seidengalons). Das Sakko ein- oder zweireihig mit Schalkragen oder ein seidenbezogenes Revers. Unter der einreihigen Variante gehört eine Weste oder ein Kummerbund. Deren Farben dürfen kräftig, aber auch gemustert sein. Das klassische Smoking- Hemd ist weiss. Es ist mit Klappkragen und Umlegkragen zu bekommen. So ein Smokinghemd kann mit Falten, Rüschen, Spitzen oder Perlenknöpfen verziert sein. Eine besonders attraktive Variante: wenn alles andere der Garderobe in schwarz getragen wird, wirkt ein farbiges oder gemustertes Smokinghemd besonders edel. Eine Fliege, passend zur Weste oder Kummerbunt (auf keinen Fall weiss), ist Pflicht. Socken und glatte Lederschuhe, ohne Schnürung, sind immer schwarz.

Speisenvorbereitung

So manch ein Brautpaar möchte die Hochzeitsfeier im kleinen Kreis zu Hause in gewohnten, vertrauten Räumlichkeiten durchführen. In vielen Müttern und Vätern stecken geradezu wahre Kochgenies, die gerne bereit sind für das leibliche Wohl der Hochzeitsgäste zu sorgen. Dazu brauchen sie nicht in Stress zu geraten. Viele Speisevorbereitungen lassen sich schon Wochen vorher tätigen und servierfertig einfrieren. Folgende Speisen sind zum Deponieren in der Gefriertruhe geeignet:

  • Suppen: klare Brühen und gebundene Suppen jeweils ohne Einlagen, Gemüsesuppen;
  • Fleischgerichte mit Sauce wie Gulasch, Geschnetzeltes und Ragout fin, Hackbraten, Rouladen;
  • Obstkuchen, Käsekuchen, Rührkuchen ohne Glasur;
  • Knoblauchbaguette
  • selbst gemachtes Eis, mit Eis gefüllten Zitronen.

Für den eigenen Überblick sollte eine Liste über den Inhalt der Tiefkühltruhe angelegt werden.

Spiele

Grundsätzlich sollen Hochzeitsspiele sein, und damit verbunden viel Spass und Freude an der Feier. Ob Polterabend, Hochzeitstag oder der Abend der Hochzeit, es ist ein Fest der Freude und des Glücks. Spiele lockern die Atmosphäre, sorgen für gute Stimmung und geben jedem Fest seine eigene Note. Zu viele Spiele aber unterbrechen und stören immer wieder die Feiernden. Daher sollten pro Feier drei bis vier Spiele ausreichen. Der zeitliche Rahmen pro Spiel sollte zwischen 5 und 10 Minuten begrenzt bleiben. Sollen Geschenkübergaben in Spiele eingebunden werden, können sich mehrere Personengruppen zusammenschliessen, um die Anzahl der Spiele einzuschränken. Für Geschenkübergaben und über Spiele haben wir uns Gedanken gemacht. Einfach klicken und ansehen.

Standesamtliche Trauung

Die Standesamtliche Trauung ist die einzige rechtlich gültige Trauungsform. Eine kirchliche Trauung hat rein religiöse Aspekte.

Stola

Die Garderobe der Braut ist vor allem im Bereich ihrer Schulter und ihrem Hals offen gestaltet. Bei ungünstiger kühler Witterung und besonders in den Abendstunden sollte für sie eine Schutzbekleidung griffbereit liegen. Hierfür ist die Stola das ideale Kleidungsstück. Eine aufmerksame Trauzeugin erkennt im entsprechenden Moment das wärmende Bedürfnis der Braut.

Stresemann

Eine Möglichkeit der Garderobe des Bräutigams, der ausgefallene Anzug mit grau- schwarz gestreifter Hose ohne Aufschlag. Da man den Stresemann später eigentlich nie mehr tragen kann, leiht man ihn sich besser aus. Das Jackett in schwarz oder dunkelgrau hat gegenüber anderen Sakkos abgerundete Ecken. Über ein weisses Hemd wird eine hellgraue Weste getragen. Dazu gehört eine Krawatte. Dunkelgraue Socken und schwarze Schuhe machen den Stresemann fast komplett. Als Krönung fehlt dann nur noch ein schwarzer Homburg (steifer Herrenhut).

Streublumen

Streublumen werden für die Körbe der Blumenkinder benötigt. Die Körbe werden voll und bunt gefüllt. Neben Blumenköpfen, Blütenblättern und Blumenblättern eignen sich ebenso kleine Blumen mit Stengel, je nach Jahreszeit. Ihr Florist weiß bestens Bescheid.