Traumfest-Hochzeit
Hochzeit von A bis Z

Themenbereich N informiert über Nachweise, Namensfindung, Negligé, nicht eheliche Lebensgemeinschaft

Nachweise der Religionszugehörigkeit

Dieser Nachweis muss beim Standesamt nicht erbracht werden. Wer es dennoch möchte, legt dem Standesbeamten den Taufschein vor.

Nachweis über den akademischen Grad

Dieser Nachweis muss nicht erbracht werden. Wer es dennoch möchte, legt dem Standesbeamten die Diplomurkunde bzw. die Promotionsurkunde vor.

Nachweis über den erlernten oder den derzeit ausgeübten Beruf

Hierfür ist eine Bescheinigung des Arbeitgebers oder aber auch diverse Ausbildungsnachweise wie Abschlussdiplom, Meisterbrief, Gesellenbrief etc. erforderlich.

Nachweis über die Befreiung der Eheunmündigkeit

In Deutschland ist das Heiraten grundsätzlich erst nach dem 16. Lebensjahr zulässig. Dazu ist die Einwilligung der Eltern, bzw. des gesetzlichen Vertreters notwendig. Ein Ehepartner muss volljährig sein, das heisst er muss das 18. Lebensjahr erreicht haben. Beim zuständigen Standesamt muss der Nachweis über die Befreiung der Eheunmündigkeit vorgelegt werden, dass das Vormundschaftsgericht auf Antrag ausstellt. Sind die Eltern ohne plausiblen Grund gegen diese Heirat, kann auch das Vormundschaftsgericht die Zustimmung zu der Heirat erteilen.

Namen - Die Namensfindung unter gesetzlichen Gesichtspunkten

In Deutschland besteht keine Pflicht für einen gemeinsamen Familiennamen. Wenn ein Paar heiratet, kann es sich für einen gemeinsamen Familiennamen entscheiden, entweder für den Geburtsnamen des Mannes oder den der Frau. Der Partner, dessen Name nicht Familienname wird, kann einen Begleitnamen annehmen und somit einen Doppelnamen führen.

Kinder erhalten bei ihrer Geburt automatisch den gemeinsamen Familiennamen als Geburtsnamen. Doppelnamen sind nicht erlaubt.

Entscheidet sich ein Paar für keinen gemeinsamen Familiennamen, behält jeder seinen zur Zeit der Eheschliessung geführten Namen bei. In diesem Fall entscheiden die Eltern, ob die Kinder den Namen des Vaters oder den der Mutter erhalten - Doppelnamen sind auch hier nicht gestattet. Können sich die Eltern nicht einigen, entscheidet das Vormundschaftsgericht über den Geburtsnamen. Diese Entscheidung ist unanfechtbar.

Sind die Eltern eines Kindes nicht verheiratet, richtet sich das Recht der Namensbestimmung nach der Regelung des Sorgerechts. Bei gemeinsamem Sorgerecht müssen die Eltern sich innerhalb eines Monats über den Geburtsnamen des Kindes einigen, der dann auch für weitere Kinder gilt. Danach entscheidet das Familiengericht. Hat das Kind bei Beurkundung der Geburt den Namen der allein Sorge berechtigten Mutter erhalten und heiraten die Eltern später oder begründen ein gemeinsames Sorgerecht, kann der Geburtsname des Kindes innerhalb von drei Monaten geändert werden.

Nicht eheliche Lebensgemeinschaft

Hinweis: Alle Angaben wurden nach bestem Wissen zusammengestellt, sind aber ohne Gewähr!

Was zeichnet die nicht eheliche Lebensgemeinschaft aus?

In Deutschland leben etwa 1,5 Millionen Paare ohne Trauschein zusammen. Dazu zählen viele junge Menschen, die vor Eingehung der Ehe in einem gemeinsamen Haushalt leben.

Viele wählen die nicht eheliche Lebensgemeinschaft aber auch als Alternative zur Ehe. Gründe dafür sind u.a. schlechte Erfahrungen aus einer geschiedenen Ehe oder wirtschaftliche Motive (z.B. Unterhalts- und Rentenansprüche).

Die nicht eheliche Lebensgemeinschaft ist bisher nicht gesetzlich geregelt, daher ist zu überlegen, ob es sinnvoll ist - für etwaige Wechselfälle des Lebens (z.B. Trennung oder Tod des Partners) - zwischen den Partnern rechtsverbindliche Regelungen zu vereinbaren. Zu diesem Zweck Schliessen Partner einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft häufig einen Partnerschaftsvertrag.

Bei der Vereinbarung diesbezüglicher Regelungen steht ihnen ihr Anwalt gerne zur Seite. Er ist in der Lage die rechtlichen Belange mit ihnen zu erläutern und sie im beiderseitigen Interesse über die Folgen von Regelungen aufzuklären.

Welche rechtlichen Fragen stellen sich bei einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft?

Bei einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft sollte überlegt werden, in folgenden Belangen Vereinbarungen zu treffen:

Gemeinsame Wohnung und Haushaltsführung: Ein gemeinsamer Mietvertrag sollte nur abgeschlossen werden, wenn auch die Folgen einer Trennung für das Mietverhältnis klar vereinbart sind. Es ist ebenso möglich den Mietvertrag zwischen dem Vermieter und einem Partner zu schließen und für den anderen Partner ein Nutzungsrecht zu vereinbaren. Für den Fall des Todes des mietenden Partners sollte dann eine gesonderte Vereinbarung mit dem Vermieter getroffen werden.

Krankheit und Tod eines Partners: Für diesen Fall kann besonders durch folgende Regelungen vorgesorgt werden:

  • gegenseitige Bevollmächtigung für den Fall der Erkrankung oder eines Unfalls (z.B. für Einwilligung zu Operationen oder für Auskünfte zum Gesundheitszustand des Partners)
  • Regelungen mit Dritten (z.B. Vermieter: Recht auf Fortsetzung des Mietverhältnisses, Banken: Vollmacht für Bankkonten)
  • Sicherung der Versorgung des länger lebenden Partners (z.B. durch Lebensversicherung, Rente oder Vermögenszuwendung)
  • Betreuung und Benennung eines Vormundes für gemeinsame minderjährige Kinder.
  • Regelung der Erbfolge durch Erbvertrag oder Testament.

Anschaffung und Bildung von Vermögen: Wenn gemeinsam Schulden aufgenommen werden sollen oder gemeinsames Vermögen gebildet wird, sollte zunächst eine eindeutige Regelung für den Fall einer Trennung vereinbart werden.

Gleiches gilt für Schenkungen eines Partners. Hier kann für den Fall einer Trennung entweder ein Rückforderungsrecht oder Verzicht auf Rückforderung vereinbart werden.

Unterhalt und Versorgung: Verdient in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft nur ein Partner ein eigenes Einkommen, muss der andere Partner, der häufig den Haushalt führt bzw. die Kinder versorgt, ausreichend abgesichert werden.

Auch können Regelungen zur Mitarbeit eines Partners im Unternehmen des anderen oder die Finanzierung einer Ausbildung vertraglich getroffen werden.

Wie kann man für eine Trennung vorsorgen?

Eine Trennung ist dann rechtlich unkompliziert, wenn insbesondere folgende Punkte beachtet werden:

  • Zu Beginn einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft sollten die Besitzverhältnisse geklärt werden. Eine Lebensgemeinschaft mit gemeinsamen Vermögen und Schulden, sollte nur bei eindeutiger Regelung der Verhältnisse eingegangen werden. Generell sollten sich beide Partner überlegen, inwieweit sie eine lebenslange, wirtschaftliche Bindung aneinander eingehen wollen.
  • Die Folgen einer Trennung sollten in einem Partnerschaftsvertrag vereinbart werden. Verträge über die Anschaffung oder Verwertung eines Grundstückes, ein Schenkungsversprechen, einen Erbvertrag und die Aufnahme einer Zwangsvollstreckungsunterwerfung für Zahlungsansprüche bedürfen der notariellen Form. Auch wenn keine Regelungen in Bezug auf die gegenseitige Versorgung der Partner getroffen werden müssen, empfiehlt sich für den Trennungsfall eine Vereinbarung zur Regelung der Trennungsfolgen.

Ein Partnerschaftsvertrag sorgt für Sicherheit und vermeidet kostspielige und unangenehme gerichtliche Auseinandersetzungen. Zu empfehlen ist, der Abschluss eines individuellen, ihren konkreten Bedürfnissen entsprechenden Partnerschaftsvertrags. Dabei kann der rechtliche Rat ihres Anwaltes ihnen eine wertvolle Hilfe sein.

Négligé

Unter Negligé ist ein seidenes Hauskleid- oder Rock zu verstehen, mit passendem Morgenmantel unterstreicht es die erotische Note der Hochzeitsnacht.