Das Hochzeits-ABC
Hochzeit von A bis Z

Themenbereich E informiert über Edelsteine, Ehefähigkeit, Eheverbot, Ehenamen, Eheringe, Gravuren, Ehevertrag, Ehevorbereitungsprotokoll, Einladungen, Einwilligung, Entlassschein, Essen

Edelsteine und deren Charaktereigenschaften

Folgende Steine stehen für die jeweiligen Geburtsmonate und die dazugehörigen Charaktereigenschaften. Wenn ihnen die Eigenschaft des Steins besser gefällt, der für ihren Heiratsmonat steht, so wird ihre liebe Braut sicher nichts dagegen haben, zumal sie ihr seine interessante Charaktereigenschaft erzählen.

Heirats- Monat

Stein / Farbe

Charaktereigenschaften

Januar

Granat / dunkelrot

Beständigkeit

Februar

Amethyst / violett

Aufrichtigkeit

März

Aquamarin / grünblau

Mut

April

Diamant / durchsichtig

Lange Liebe

Mai

Smaragd / grün

Hoffnung und Erfolg

Juni

Perle / perlmut

Gesundheit

Juli

Rubin / blutrot

Zufriedenheit

August

Onyx / schwarz - weiß

Eheglück

September

Saphir / blau

Weisheit

Oktober

Opal / orange-rot

Hoffnung

November

Topas / goldgelb

Treue

Dezember

Türkis / türkisblau

Harmonie

Ehefähigkeit und Eheverbot

Die Ehe ist eine juristisch anerkannte Verbindung von Mann und Frau zu einer umfassenden und auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft. Neben der staatlichen Eheschliessung steht die kirchliche Trauung.

Um eine Ehe einzugehen, bedarf es der Ehefähigkeit. Dies setzt die Ehemündigkeit und Geschäftsfähigkeit beider Ehepartner voraus.

Zudem gelten spezielle Eheverbote:

  • Verwandtschaft: Verboten ist eine Ehe zwischen Verwandten gerader Linie, voll- und halbblütigen Geschwistern.
  • Doppelehe: Nach dem Eherecht ist nur die Einehe rechtmässig

Ehenamen - Die Namensfindung unter gesetzlichen Gesichtspunkten

In Deutschland besteht keine Pflicht für einen gemeinsamen Familiennamen. Wenn ein Paar heiratet, kann es sich für einen gemeinsamen Familiennamen entscheiden, entweder den Geburtsnamen des Mannes oder den der Frau. Der Partner, dessen Name nicht Familienname wird, kann einen Begleitnamen annehmen und somit einen Doppelnamen führen.

  • Kinder erhalten bei ihrer Geburt automatisch den gemeinsamen Familiennamen als Geburtsnamen. Doppelnamen sind nicht erlaubt.
  • Entscheidet sich ein Paar für keinen gemeinsamen Familiennamen, behält jeder seinen zur Zeit der Eheschliessung geführten Namen bei. In diesem Fall entscheiden die Eltern, ob die Kinder den Namen des Vaters oder den der Mutter erhalten. Doppelnamen sind auch hier nicht gestattet. Können sich die Eltern nicht einigen, entscheidet das Vormundschaftsgericht über den Geburtsnamen. Diese Entscheidung ist unanfechtbar.
  • Sind die Eltern eines Kindes nicht verheiratet, richtet sich das Recht der Namensbestimmung nach der Regelung des Sorgerechts. Beim gemeinsamen Sorgerecht müssen die Eltern sich innerhalb eines Monats über den Geburtsnamen des Kindes einigen, der dann auch für weitere Kinder gilt. Danach entscheidet das Familiengericht. Hat das Kind bei Beurkundung der Geburt den Namen der allein Sorge berechtigen Mutter erhalten und heiraten die Eltern später oder begründen ein gemeinsames Sorgerecht, kann der Geburtsname des Kindes innerhalb von drei Monaten geändert werden.

Eheringe und Gravuren

Ein Ehering ist das Äussere Zeichen der Zusammengehörigkeit in der Regel von Frau und Mann. Aber auch gleichgeschlechtliche Paare setzen mit einem Ring sehr gern das Zeichen ihrer Verbundenheit.

Zu der Zeit der Römer galt der Ehering als Ehevertrag. Später, zu Oliver Cromwells Zeiten (1599 - 1658), wurde diese Tradition aus religiösen Gründen in manchen Regionen verbannt, erwachte jedoch nach dem Ableben Comwells kurze Zeit später, um 1660, wieder.

Ihre Trauringe werden sie nur selten abnehmen. Nur berufliche Gründe erfordern oftmals die Abnahme eines Ringes. In der Regel bestehen Eheringe aus Platin, Weissgold, Rotgold oder Gelbgold. Silberringe sind nicht zu empfehlen. Nach wenigen Wochen werden sie beschlagen. So ein Trauring sieht unschön aus und muss ständig gereinigt werden. Sollten sie sich für eine Gravur entscheiden, zeigen wir ihnen nachfolgend mehrere Möglichkeiten der Beschriftung, und gleichzeitig ihre symbolische Bekundung auf:

Das Datum Ihrer Hochzeit - Dieses erinnert sie stets an ihre Hochzeit und an das Versprechen, dass sie sich beide gaben: Ein Leben lang zusammen zu leben, sich gegenseitig zu achten und zu ehren. Weiterhin erinnert es sie an ihr Hochzeitsdatum.

Den Namen des Ehepartners - Ein täglicher Blick darauf wird ihr Herz heftiger schlagen lassen. Sind sie am Tage nicht ständig zusammen, gehen z.B. ihrer Arbeit nach, freuen sie sich am Nachmittag auf den Namensträger. Eine Freude, die sich immer täglich wiederholt.

Den Namen des Ehepartners mit Zusatz ”In Liebe dein” oder ”Ewig dein” - Die Bestätigung ihrer ernstlichen Liebe. Sie möchten für immer den ersten Platz im Herzen ihres Lebenspartners einnehmen und fest zusammen halten.

Ihre beiden Vornamen, beginnend mit dem Vornamen des Ehepartners - Das Zeichen der großen Wertschätzung ihres lieben Ehepartners. Sie wollen ihn ehren und achten. Das ist ihrer beider Aussage.

Ihre beiden Vornamen, dazwischen ein Herz - Damit setzen beide ein Zeichen ihrer ewig dauernden Liebe. Ihre Herzen wachsen fest zusammen zu einem. Sie gehen zusammen durch dick und dünn.

Ihre beiden Vornamen, dazwischen ihr Hochzeitsdatum - Sie sind sich dieses Datums ganz bewusst. An diesem Tag gaben sie sich verliebt, aber doch reif, überlegt und ehrlich das Jawort. Gleichzeitig dient es auch als Gedächtnisstütze ihres Hochzeitsdatums.

Noch nach vielen, vielen Ehejahren sollen die vorgenannten symbolischen Bekundungen ihre Liebe immer wieder von neuem entfachen. Darum nehmen sie bitte ihren Ehering in freien Minuten ruhig einmal ab und betrachten seine von Ihnen ausgesuchten gravierte Innenseite. Sie werden merken, wie das ihnen beiden auch in unbequemen Zeiten hilft, zueinander zu finden und alles zusammen zu meistern, egal was das Leben so mit ihnen vor hat.

Haben sie Interesse etwas Geschichtliches über Trauringe zu erfahren, finden sie es hier.

Ehevertrag

Eheverträge dienen in erster Linie der rechtlichen Absicherung jedes Ehepartners im Falle von Trennungen und Scheidungen. Aber auch Vorkommnisse während der Ehe müssen in einem Ehevertrag geregelt werden. z.B. die gegenseitige Haftungsfrage beim Konkurs eines Geschäftes.

Grundsätzlich lassen sich drei Güterstände unterscheiden. In einem Ehevertrag kann der Güterstand von diesen Modellen ausgehend individuell nach Bedarf geregelt werden:

  • der Gesetzliche Güterstand
  • die Gütertrennung
  • die Gütergemeinschaft
  • Was bei Eheverträgen alles berücksichtigt werden muss, wie und wann man sie abschliessen kann, sowie die genaue Unterscheidung der Güterstände erfahren sie ausführlich im Abschnitt Ehevertrag.

Ehevorbereitungsprotokoll

Dieses Dokument ist im zuständigen katholischen Pfarramt erhältlich. Es muss von den Heiratswilligen gewissenhaft ausgefüllt werden. Spätestens beim Traugespräch mit dem Pfarrer ist diese Formalität nachzuholen. Anhand dieses Formulars wird geprüft, ob sogenannte Hindernisse vorliegen, die nach katholischem Kirchenrecht eine gültige Ehe nicht zustande kommen lassen. Zu diesem Protokoll gehört die Aufnahme der Personalien, die Frage nach eventuellen Ehehindernissen, die Frage nach der Freiwilligkeit der Eheschliessung oder, im Anschluss an die Erläuterung des kirchlichen Eheverständnisses und die Erfordernisse eines gültigen Ehewillens, die Frage nach dem beiderseitigen Einverständnis.

Während der Trauung müssen die Trauzeugen das Ehevorbereitungsprotokoll unterschreiben.

Einladungen

In den Zeiten digitaler Telekommunikation hat sich auch im Bereich der Heiratsbekanntgabe und Einladungen einiges getan. Natürlich verkünden moderne Paare das Eheversprechen per Internet, vielleicht sogar mit eingescannten Bildern. Wo immer in der Welt die Freunde und die Familie auch verteilt sein mögen - die Gäste werden grosse Augen machen. Bei einer Einladung ist einiges zu beachten. Eine Einladungskarte mit dem Wunsch: Wir möchten mit euch gern unsere Hochzeit feiern, Name, Adresse, Ort und Datum der Feier, sind total unzulänglich. Auswärtige Gäste interessiert noch die Wegstrecke oder ihre Übernachtungsmöglichkeit. Die Kopie eines Lageplanes mit Wegstrecke, Orte der Feierlichkeiten gehört zu deren Einladung dazu. Ebenso eine Privatadresse oder ein Hotel mit Telefon- Nummer. Und dass sie deren Übernachtungskosten übernehmen! Wichtig ist die Art der Beschenkung und der Stil der Bekleidung. Eine kurze Bemerkung in Bezug auf die Bekleidung wie "Black Tie" oder "White Tie" reichen schon aus. Damit sie auch pünktlich eine Antwort auf ihre Einladung bekommen, wird ihr noch eine frankierte Rückantwortkarte mit Rücksendetermin beigelegt. Viele weitere Informationen und Beispiele von Beschriftungen in Form von Infos für die Gäste und Gastgeber erhalten sie hier.

Einwilligung der gesetzlichen Vertreter

Wer in Deutschland jünger ist wie 18 Jahre, braucht zum Heiraten generell die Einwilligung der gesetzlichen Vertreter. Einer des Paares muss auf jeden Fall das 18. Lebensjahr erreicht haben.

Entlassschein

Ist beabsichtigt in einer anderen Kirchengemeinde zu heiraten, ist die Erlaubnis (Traulizenz oder Entlassschein) des Gemeindepfarrers erforderlich, damit der auswärtige Geistliche die Trauung vollziehen darf.

Essen

So unterschiedlich Hochzeiten sind, so unterschiedlich können Hochzeitsessen sein. Um sich für eine Art des Hochzeits-Essens zu entscheiden, spielen so einige Kriterien eine wichtige Rolle:

  • Wo findet die Hochzeitsfeier statt? Zu Hause, in einem Lokal, in einem Zelt?
  • Wird eine eintägige oder eine zweitägige Hochzeit gefeiert?
  • Der Tageszeit entsprechend kann man ein reichhaltiges Frühstück, Brunch, Büfett, Mittagsmenü oder ein Abendmenü in Betracht ziehen. Möchten sie noch mehr über Hochzeitsessen erfahren, klicken sie bitte einfach hier.

Falls sie vorhaben eine Hochzeitsfeier zu Hause zu feiern, verzweifeln sie bitte nicht. Die Zusammenstellung eines kompletten Menüs, mit dem Mengenmassstab für 10 Personen, haben wir für sie ausgearbeitet, einschließlich der Auflistung aller Zutaten und der Zubereitung.