Das Hochzeits-ABC
Hochzeit von A bis Z

 

Themen A informiert über Abendmenü, Abstammungsnachweis, Abstammungsurkunde, Akademischer Grad, Anerkennung der Vaterschaft, Eheschliessung, Anzug des Bräutigams und der Herren, Aufenthaltsbescheinigung, Auseinandersetzungszeugnis, Ausländer und die Auslandshochzeit.

Abendmenü

Wurde zu Mittag noch nicht gegessen, kann das Hochzeitsmenü auch noch am Abend angeboten werden. Die kleinste Menüfolge besteht aus einer Suppe, dem Hauptgericht und einem Dessert. Eine Erweiterung des Menüs: nach der Suppe folgt eine kalte Vorspeise, nach dem Dessert wird noch eine Käseplatte aufgetischt.

Hat die Hochzeitsgesellschaft schon zu Mittag warm gegessen, ist zum Abend ein kaltes oder ein warmes Büfett empfehlenswert. Jeder der Gäste kann sich daran nach Lust und Laune selbst bedienen. Zu bedenken ist, dass bei einem Büfett aber etwas Unruhe durch das ständige herum Gehlaufe der Hochzeitsgäste entsteht.

Abstammungsnachweis

Der Abstammungsnachweis ist eine vom Standesamt beglaubigte Abschrift aus dem Familienstammbuch der Eltern. Beide Ehepartner (also zwei Dokumente) benötigen zur Eheschliessung so einen Abstammungsnachweis. Zu beachten ist dabei, dass dieser Nachweis nicht älter als sechs Monate sein darf.

Abstammungsurkunde

Eine Abstammungsurkunde brauchen Heiratswillige, wenn:

  • deren Eltern vor dem 31.12.1957 geheiratet haben (Diese wird vom Standesamt des Geburtsortes ausgestellt),
  • sie in den neuen Bundesländern geboren sind,
  • sie unehelich geboren wurden,
  • sie adoptiert worden sind,
  • deren Eltern einst im Ausland geheiratet haben.

Akademischer Grad

Dieser Nachweis muss nicht erbracht werden. Wer es dennoch möchte, legt dem Standesbeamten die Diplom- bzw. die Promotionsurkunde vor.

Anerkennung der Vaterschaft

Eine Anerkennung der Vaterschaft erfolgt durch den vorherigen Bräutigam bei vorherig bestandener Ehe beim zuständigen Standesamt. Diese Anerkennung wird in dem jeder jungen Ehe angefertigtem Familienstammbuch bescheinigt.

Anmeldung zur Eheschliessung

Hat sich ein Paar entschlossen zu heiraten, ist es sinnvoll, schon in den nächsten Tagen auf das Standesamt zu gehen. Ein früher Zeitpunkt erhöht die Wahrscheinlichkeit eines freien Termins beim Standesbeamten. Dort muss das Formular ”Anmeldung zur Eheschliessung bestellt werden. In der Regel gehen dafür Braut und Bräutigam gemeinsam zum Standesamt. Ist ein Partner verhindert, muss eine von ihm unterschriebene Beitrittserklärung dem Standesbeamten vorgelegt werden. Die Anmeldung einer Eheschliessung hat eine Gültigkeit von sechs Monaten. Verschiebt sich der Hochzeitstermin darüber hinaus, beginnt alles wieder von vorn.

Das Jawort der Heiratswilligen darf nicht dem Zufall überlassen werden. In einem Gespräch mit dem Standesbeamten werden Inhalt der Trauungsrede, konventionelle oder humorvolle Redewendungen und Wahl der musikalischen Untermalung der Trauungszeremonie erörtert. Im Allgemeinen wird Musik aus dem Lautsprecher angeboten. Wer die Trauung stilvoller gestalten möchte, wählt einen Klavierspieler oder einen Organisten. Hier müssen mit extra Kosten gerechnet werden.

Nach der Trauung ist von beiden Ehepartnern die Eheschliessungsurkunde zu unterschreiben.

Anzug und weitere Garderobe des Bräutigams - Herrenausstattung

Kombination - Eine Kombination hat eine legere Wirkung und ist bequem zu tragen. Später lässt sie sich auch für den Alltag verwenden, verleiht dem Träger tagein, tagaus ein gepflegtes Äusseres. Besonders kräftige Farben wirken besonders schick. Das Tragen einer Krawatte oder Fliege kann, muss aber nicht unbedingt sein. Auch ein Seidenrolli kann dazu getragen werden und sieht zu dem noch flott aus.

Anzug - ob hell oder dunkel, der Bräutigam wirkt elegant. Der Anzug kann Jahre lang immer wieder für verschiedene Anlässe angezogen werden, z.B.: Hochzeit, Jubiläum, Runder Geburtstag, Theater, Beerdigung usw.

Smoking - auch als idealer Abendanzug in schwarz oder dunkelblau. Die Hose ohne Aufschlag hat entlang der Außennähte Seidenborte (Seidengalons). Das Sakko ein- oder zweireihig mit Schalkragen oder ein seidenbezogenes Revers. Unter der einreihigen Variante gehört eine Weste oder ein Kummerbund. Deren Farben dürfen kräftig, aber auch gemustert sein. Das klassische Smokinghemd ist weiss. Es ist mit Klappkragen und Umlegkragen zu bekommen. So ein Smokinghemd kann mit Falten, Rüschen, Spitzen oder Perlenknöpfen verziert sein. Eine besonders attraktive Variante: wenn alles andere der Garderobe in schwarz getragen wird, wirkt ein farbiges oder gemustertes Smokinghemd besonders edel. Eine Fliege, passend zur Weste oder Kummerbunt (auf keinen Fall weis), ist Pflicht. Socken und glatte Lederschuhe, ohne Schnürung, sind immer schwarz.

Stresemann - der ausgefallene Anzug mit grau- schwarz gestreifter Hose ohne Aufschlag. Da man ihn später nie mehr tragen kann, leiht man ihn sich besser aus. Das Jackett in schwarz oder dunkelgrau hat gegenüber anderen Sakkos abgerundete Ecken. Über ein weises Hemd wird eine hellgraue Weste getragen. Dazu gehört eine Krawatte. Dunkelgraue Socken und schwarze Schuhe machen den Stresemann fast komplett. Als Krönung fehlt nur noch ein schwarzer Homburg (steifer Herrenhut).

Cut - ausgefallen, darum etwas Besonderes. Da man auch ihn später nie mehr tragen kann, leiht man sich auch ihn besser aus. Die einreihige schwarze oder dunkelgraue Jacke hat ein abgerundetes Rückenteil, das bis zu den Kniekehlen reicht. Vorne bleiben die Beine frei. Das weisse Frackhemd mit einer silbergrauen Weste wird von einer breiten silbergrauen Krawatte mit Perle verziert. Zu dunkelgrauen Socken gehören einfache schwarze Schuhe. Ein grauer Zylinder und Handschuhe müssen nicht unbedingt sein, bringen aber das gewisse Etwas.

Frack - für besonders grosse Hochzeiten. Da man ihn später nie mehr tragen kann, leiht man sich auch ihn besser aus. Die Jacke in schwarz oder dunkelblau ist vorne tailliert, endet hinten mit knielangem Schwalbenschwanz. Sie trägt man vorne immer offen. Das Hemd ist weis, besitzt stehende Kragenecken und Perlmuttknöpfe. Als Halsschmuck ziert eine weisse Piquet- Fliege. In den schwarzen Lackschuhen passen nur schwarze Seidenstrümpfe. Zur Perfektion krönt ein schwarzer Zylinder den Kopf. Der Super- Perfektionist trägt dazu sogar noch eine goldene Armbanduhr.

Unser besondere Tipp: Vorausschauend auf Ihre Hochzeitsnacht sollten Sie nur Designer- Unterwäsche tragen. Der Pyjama muss etwas Ausgefallenes sein, ganz schick.

Aufenthaltsbescheinigung

Dieses Dokument wird vom Einwohnermeldeamt am Hauptwohnsitz ausgestellt. Es gibt Auskunft über den Hauptwohnsitz, den Familienstand und der Staatsangehörigkeit des Heiratswilligen.

Auseinandersetzungszeugnis

Dieses Dokument stellt sicher, dass dem noch minderjährigen oder bevormundeten, in die aktuelle Ehe mit hineingebrachten Kind kein finanzieller Schaden entsteht. Weiterhin ist das Auseinandersetzungszeugnis erforderlich, wenn der Heiratswillige mit diesem Kind in fortgesetzter Gütergemeinschaft lebt. Das Zeugnis wird vom Vormundschaftsgericht am Wohnort des Kindes ausgegeben und ist dem Standesamt der Heiratswilligen vorzulegen.

Ausländer

In Deutschland lebende Ausländer werden vom Standesbeamten über die nötigen Formalitäten informiert. Ihm muss auf jeden Fall ein Ehefähigkeitszeugnis vorgelegt werden. Dieses Dokument wird im jeweiligen Heimatland ausgestellt. Zusätzlich muss dort das Deutsche Konsulat bestätigen, dass die ausstellende Behörde berechtigt gehandelt hat.

Auslandshochzeit

Im Ausland zu heiraten ist grundsätzlich möglich. Auf Grund der Entfernung erschwert dieser Wunsch aber die Formalitäten enorm. Hat sich ein Paar trotz dem für eine Heirat im Ausland entschieden, sollte es sich sofort beim zuständigen Konsulat für eine solche Trauung erkundigen. Tipp: Für Hochzeiten im Ausland gibt es spezialisierte Reiseveranstalter, die vom Papierkram bis zur Feier im Stil des jeweiligen Landes alles übernehmen bzw. organisieren.